Monday, 14 June 2010

DIE GESCHICHTE VON “LES ARTS GSTAAD”

Der Konzertsaal, der aus einer Hoehle eines schweizer Bergs kam...

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Entstehung

Und

Verwandlung

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Ich moechte eine Geschichte erzaehlen die von dem wundervollen Projekt von LES ARTS GSTAAD handelt. Ich muss sie erzaehlen, weil ich befuerchte, es wird ein wesentlicher, ernster, technischer, praktischer Fehler in dem Konzertsaal gemacht werden, in dem Herzen des Kunstzentrums, und das muss doch vermieden werden: Das so wichtige, und so schoen und fantasievoll konzipierte, Projekt von Rudi Ricciotti – in der Form eines flachen Bergs, aus dessen wellenfoermigen Mauern Baeume wachsen werden, und dessen eine Ecke in den Berg, vor dem er steht, hineinbohrt - muss doch die noetigen Einrichtungen haben fehlerlos zu funktionieren.

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Vor ungefaehr 20 Jahren war ich, es muss 1988 oder 1989 gewesen sein, Weihnachten wie immer in meiner Geburtsstadt Berlin, da zeigte mir Wieka Muthesius, damals Architekturstudentin bei Professor Alfred Grazioli, jetzt seine Frau und Kollegin, ihr Studentenprojekt fuer einen Konzertsaal in einer Hoehle im Berg in Gstaad . Ich war ueberwaeltigt von dieser fantastischen Idee, dieser Vision. Ich hielt den Plan sofort, automatisch, fuer reell: Das war fuer mich kein Studentenprojekt, das musste gebaut werden. Wieka, muss ich erklaeren, ist die Stieftochter von Gerhard Kastner, Komponist und Cembalist, und Sohn meines Volksschullehrers in der 18ten Gemeindschule, Friedenau, 1928-1932. Das Jahr in dem ich in die Klasse seines Vaters kam, wurde er geboren... Wir kennen uns also sein ganzes Leben lang...

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Nun hatte ich seit vielen Jahren, durch die beste Freundin meiner Mutter, Gerda Van Leer, eine innige Beziehung zu Gstaad. Wir kannten Gerda aus Welwyn Garden City, wo ihr Mann Vim eine Werkstatt, eine Fabrik hatte. Sie hat sich in ihr schoenes schweizer Heimatdorf Gstaad zurueckgezogen, und da haben wir sie oft besucht. So kannte ich auch das Menuhin Festival, kannte das Festival Zelt, mit seinen Problemen, Echo, Regen und Hagel auf dem Stoffdach, Flugzeugmotoren als musikalische Begleitung, und ich dachte immer, dass das Festival, dass Gstaad, ein richtiges Gebaeude fuer ihre grossen Konzerte brauchten, verdienten.

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So fragte ich meine Freunde Wieka und Freddy, Professor Grazioli, jedes mal wenn ich in Berlin war, wie das Projekt denn lief, aber die Antwort war jedes mal negatif: Es passierte nichts. Der Konzertsaal blieb nur eine Idee, eine Hoffnung, Zeichnungen...

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Im Juli 2001 war ich in Gstaad, und traf mich mit der damaligen Direktorin des Menuhin Festivals, Eleanor Hope, and sprach mit ihr ueber das Projekt. Wir hatten korrespondiert, und sie hatte mir geschrieben: “ How interesting that you have a friend who has a concept and plans for a concert hall and conference centre in a mountain – because this is precisely what Yehudi Menuhin wanted, and to this end he brought in the famous architect I.M.Pei to Gstaad some ten years ago. It came to nought, because no-one was willing to address the subject of money.”

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So schlief diese herrliche Idee aus Geldmangel in Gstaad einfach ein.

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Aber sie wurde wachgehalten an zwei anderen Orten, einem in Deutschland, und einem in England: Sie wurde wachgehalten in Berlin, von Professor Grazioli, der vor ein paar Jahren nochmal mit einer Gruppe seiner Studenten nach Gstaad kam, und an einer anderen Stelle – das erste Grundstueck war nicht mehr frei - einen Konzertsaal im Berg plante.

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Und die Idee wurde wachgehalten in London, Soho. Von mir.

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Nun hatte ich den Einfall, dass mein alter Freund Markus Kappeler - die Familie seiner Frau waren Freunde und Nachbarn von Gerda Van Leer - als Geschaeftsmann, mit seinen Interessen und Kontakten in Gstaad, der Mann waere, der diesen Plan realisieren koennte. So sprach ich mit ihm ueber das Projekt. Aber seine Reaktion auf meinen Vorschlag war negatif. Er hielt das Projekt fuer zu gross, zu teuer fuer Gstaad. Gstaad haette nicht genuegend Hotelbetten, haette nicht genuegend Parkplaetze. Und dabei musste ich es lassen...
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Einige Zeit spaeter schickte mir Markus eine Mail, und bat mich um die Namen und Adresse von meinen Architektenfreunden in Berlin. Ich war hingerrissen von seiner jetzt veraenderten Einstellung, muss er doch auf positive Resonanz auf das Projekt in den Gstaader Geschaefts, kuenstlerischen und offiziellen Kreisen gestossen sein.

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Ich hatte jetzt schon seit Jahren versucht, einen Kontakt herzustellen zwischen meinen Architekten-Freunden Freddy und Wieka in Berlin, und meinem Geschaeftsmann-Freund Markus in Gstaad. Und im Juni 2005 war ich in Gstaad, und hatte endlich die Gelegenheit die beiden Familien zusammenzubringen: Wieka war mit den Kindern in ihrem Chalet in Les Diablerets, so lud ich zu einem Mittagessen ein, in einem Restaurant in den Bergen, das halbwegs zwischen Gstaad und Les Diablerets gelegen war. Und da machte ich Markus und seine Frau Marlis mit Wieka bekannt: Geschaeftsmann und Architekt lernten sich kennen. Dieses Mittagessen koennte gut als Gruendungsfeier des Projekts “Les Arts Gstaad” gelten. Wie Markus mir in seiner E-mail vom 28 ten Oktober 2009 schrieb: „so hast Du mich und Wieka zusammengebracht, was letztlich

das heutige Projekt auslöste.“

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Paragraph 5.2.2:

Zusaetzliche Vorgaben an die Arvchitekten

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Als ich im vorigen Sommer bei Markus und Marlis Kappeler in Gstaad war, zeigte mir Markus die Vorgaben fuer die Architekten, und da sah ich den Paragraphen 5.2.2:

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„Zusaetzliche Vorgaben: Der Konzertsaal muss auch fuer Ballettauffuehrungen bespielbar sein (gute Sicht auf Buehne, kein Orchestergraben, Orchester vor Buehne muss moeglich sein).“

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Nun hatte ich in meinem Beruf mit Buehne und Podium, mit Theater, Oper, Festival, Konzertdirektion und Musikwettbewerb, lebenslange Erfahrungen sammeln koennen, und wurde sofort stutzig, und sagte Markus gleich, dass dieser Kompromiss ein riesiger, technischer, praktischer Fehler sei, fuer die volle, ideale Ausnuetzung des Saals in der Zukunft. Aber meine sehr ernste Kritik fand leider kein Gehoer. Markus sagte mir, das waere zu teuer.

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So schrieb ich Markus in einem Memorandum dass man doch die Fuesse der Taenzer nicht durch den fuchtelnden Taktstock des Dirigenten, durch die Koepfe der Instrumentalisten, und durch die Harfen und Bassgeigen sehen wollte! Und ausserdem, wenn Ballett, warum dann nicht andere Formen von Tanz, warum nicht auch Oper und Theater? Das Menuhin Festival, wenn es einmal einen Konzersaal zur Verfuegung haette, wuerde doch sein Programm offensichtlich erweitern. Und andere Produzenten wuerden von dem Saal den verschiedensten Gebrauch machen wollen, und den Vorteil einer flexiblen Buehne ausnutzen.

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Aber der Paragraph 5.2.2. blieb stehen. Kein Orchestergraben...

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Nun hatte ich das Beispiel der Royal Festival Hall (RFH) in London vor mir. Sie wurde als reiner Konzertsaal 1951 konzipiert, mit einem einfachen Podium fuer das Orchester. Es stellte sich aber bald heraus, dass man im Sommer, waerend der BBC Promenade Concert Season in der Albert Hall, eine lange Balletsaison in der Festival Hall veranstaltetete, also dass der Konzertsaal nicht nur fuer Konzerte benutzt wurde, sondern fuer sehr viele andere, verschiedenartige, Veranstaltungen. Voriges Jahr wurde die RFH voellig erneuert, und bekam eine total flexible Buehne, die ich mir von dem Technical Director von der Southbank Arts Centre, Eddy Smith, zeigen liess, und dessen Details ich auch an Markus weitergab. Sie besteht aus elf Teilen, die einen Meter hochgefahren werden, und einem extra Teil das vorgeschoben wird; 5 Reihen Sitze werden entfernt, um so einen Ochestergraben herzustellen. Die Chorsitze werden hydraulisch weggefahren, um eine klare Flaeche fuer dramatische und Tanzveranstaltungen zur Verfuegung zu haben.

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Genau das braucht der Konzertsaal von Les Arts Gstaad.

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Und er braucht es umsomehr, als Gstaad, das Saanenland, im Gegensatz zu der Grossstadt, doch nur den einen grossen, nach Mass gearbeiteten, Raum fuer Vorstellungen aller Art zur Verfuegung haben wird.

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Die Frage besteht also: Wird Paragraph 5.2.2 nun wohl gestrichen werden? Bekommt der Konzertsaal einen Orchestergraben?

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Katalysator

Durch

Zufall

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Der Zufall wollte es, dass ich in meinem Leben Yehudi Menuhin zwei mal als Bote dienen durfte:

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In Portsmouth, als City Arts Administrator und Festival Director, habe ich die Idee und den Vorschlag des Oberstadtdirektors, fuer einen staedtischen Musikwettbewerb, von Portsmouth zu Menuhin in London, gebracht. Und so wurde Menuhin der Kuenstlerische Leiter und Berater, und der Vorsitzende der Jury von, jetzt, der City of London International String Quartet Competition.

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Und in Gstaad habe ich die Idee und den Vorschlag von Menuhin, damals von einem Opernhaus in einer Hoehle im Berg, ueber Berlin, ueber Welwyn Garden City und ueber London, zurueck nach Gstaad, zu Markus Kappeler, gebracht, und es wurden das Kunstzentrum “Les Arts Gstaad”.

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C Peter Zander 14ten Juni 2010

THE STORY OF "LES ARTS GSTAAD"

THE STORY OF LES ARTS GSTAAD”

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The Concert Hall that came out of a cave in a Swiss mountain...

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Genesis

and

Metamorphosis

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I’d like to tell a story that concerns the wonderful project of LES ARTS GSTAAD.

I need to tell it, because there is the threat that a very serious, technical, practical, mistake is going to be made inside the concert hall, the heart of this Arts Centre, which simply must not be allowed to happen: This so important, and so beautifully and imaginatively conceived, project by architect Rudy Ricciotti itself a mountain with a flat top, with trees growing out of its wave-shaped walls, set in front of, and dipping a corner into, the mountain - must be given the necessary facilities to function faultlessly.

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Around 20 years ago, it must have been in 1988 or 1989, I was in Berlin, the city of my birth, for Christmas as usual, and there it was that Wieka Muthesius, then an architectural student of Professor Alfred Grazioli’s, now his wife and colleague, showed me her student project of a concert hall inside a cave in the mountain in Gstaad. I was absolutely bowled over by this fantastic concept, this vision, and I regarded it at once, automatically, as real: This was no mere student project to me; this had to be BUILT! Wieka, I must explain, is the step-daughter of Gerhard Kastner, composer and harpsichordist, and son of my Berlin Primary School teacher (18te Gemeindeschule, Friedenau) 1928-1932. The year I came into his father’s class Gerhard was born, so I’ve known him all his life...

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It so happened that I had a very intimate connection with Gstaad, through my mother’s best friend Gerda Van Leer, whose husband Vim had an engineering works in Welwyn Garden City. Gerda retired to her birthplace, the beautiful Swiss mountain village of Gstaad, where we often visited her. So I knew the Menuhin Festival, knew the Festival Tent, together with its problems, its echo, the rain and hail rattling on its cloth roof, and the aeroplanes buzzing overhead as musical accompaniment. And I always thought that the Festival, that Gstaad, needed, deserved, a proper permanent building for their major classical music events.

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So every time I was in Berlin I would ask my friends Wieka and Freddy - Professor Grazioli - how the project was going, and every time the answer was in the negative: Nothing was happening. It remained an idea merely, a hope, a pile of drawings...

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In July 2001 I was in Gstaad, and had a meeting with the then Director of the Menuhin Festival, Eleanor Hope, and I spoke with her about the project. We had been in correspondence, and she had written to me: “ How interesting that you have a friend who has a concept and plans for a concert hall and conference centre in a mountain – because this is precisely what Yehudi Menuhin wanted, and to this end he brought in the famous architect I.M.Pei to Gstaad some ten years ago. It came to nought, because no-one was willing to address the subject of money.”

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So this marvellous idea simply died a death in Gstaad for lack of cash.

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But the idea was kept alive in two other places, one in Germany, one in England. It was kept alive in Berlin, by Professor Grazioli who, a few years ago, again came to Gstaad with a group of his students, to plan a concert hall inside a mountain, this time at another spot, as the original site was no longer available.

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And the idea was kept alive in London Soho. By me.

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Now I had the brainwave that my old friend Markus Kappeler – Marlis, his wife, was the daughter of friends and neighbours of Gerda van Leer’s - Markus, as a business consultant, with his interests and contacts in Gstaad, was the man to bring this project to reality. So I spoke to him about it. But his reaction to my proposal was completely negative. He held that the project was too big for Gstaad, too expensive; that Gstaad did not have a sufficient number of hotel beds, did not have sufficient parking facilities. And I had to leave it at that…

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But some time after that Markus sent me an email, requesting the names and addresses of my architect friends in Berlin. I was over the moon at this change of attitude, due no doubt to very positive reactions he had had to the project in the Gstaad business community, in the arts circles, and in official quarters.

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I had now tried literally for years to bring together my architect friends Wieka and Freddy in Berlin, and my business consultant friend Markus in Gstaad. And in June 2005 I was in Gstaad, and at last had the opportunity to bring the two families together, as Wieka was in their chalet in nearby Les Diablerets with the two children. So I threw a luncheon party in a restaurant that was half way between Gstaad and Les Diablerets. And there I introduced Markus and Marlis to Wieka: Business consultant met architect! That luncheon could justifiably be defined as the celebration feast of the founding of the project Les Arts Gstaad. As Markus wrote to me in his email of 28 October 2009:

„so hast Du mich und Wieka zusammengebracht, was letztlich das heutige Projekt auslöste.“ So you brought me and Wieka together, which finally triggered off today’s project.“

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Paragraph 5.2.2:

Additional instructions to the architect

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I stayed with Markus and Marlis in Gstaad last summer, and Markus showed me the instructions for the architectural competition. There I saw, in paragraph 5.2.2:

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“Additional instructions: The Concert Hall must also be able to accommodate performances of ballet (good sightlines, no orchestra pit, orchestra in front of the stage must be possible.)”

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When I saw this, with my lifetime’s professional experience of theatre, opera, classical concert promotion, music competitions and festivals, I was appalled. I immediately warned Markus that this was a gigantic technical, practical mistake, that it totally compromised the full and ideal use of the hall in the future. But, alas, my very serious criticism did not find a sympathetic ear: Markus said an orchestra pit was too expensive. So, sadly, paragraph 5.2.2 remained firmly in place.

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After Gstaad my journey took me through Switzerland and France to Greece, from where I emailed Markus on 20 September, and mentioned that one surely did not wish to see the dancers’ feet through the conductor’s waving baton, through the heads of the orchestral players, and through the forest of harps and double basses. Furthermore, if ballet, why not also other forms of dance? Why not theatre? Why not opera? And once the Menuhin Festival had an adaptable hall at its disposal, it would obviously want to take the opportunity of diversifying its programme beyond the present concerts of

classical music. And other promoters would wish to make the widest possible use of the hall, and would exploit the great advantages of a flexible stage.

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But Paragraph 5.2.2 remained operative. No orchestra pit.

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Now, I had the example of the Royal Festival Hall, (RFH) London, in front of me. It was conceived originally purely as a concert hall, with a simple podium for the orchestra. In 1951 I inspected it from roof to basement before it actually opened. It soon transpired that each summer, when the BBC presented its Promenade Concerts season, the RFH hosted a long ballet season on its podium, and the concert hall was used for a great range of events other than only for concerts. Last year the RFH was completely refurbished, and was fitted with a totally flexible stage, which I had shown to me by the Technical Director of the Southbank, Eddy Smith, and full details of which I sent to Markus. It consists of 11 separate sections, which are raised one meter for stage performances; an extra section is projected forward one meter; and 5 rows of seating are removed, in order to form an orchestra pit. The choir stalls are rolled away hydraulically, in order to produce a completely clear space for dramatic and dance performances.

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And exactly that is needed in the concert hall of Les Arts Gstaad. And needed all the more, because Gstaad, Saanenland, will have at its disposal only the one large, made-to-measure space for a whole range of performances.

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So the questions remains: Will paragraph 5.2.2 be cut? Will the concert hall get its orchestra pit?

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Catalyst

by

Coincidence

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It is a curious fact that I have twice in my life had the opportunity of acting as a messenger for Yehudi Menuhin. In Portsmouth, as City Arts Administrator und Festival Director, I took the idea and proposal of the Leader of the City Council for a Portsmouth Music competition to Menuhin, and he became the Artistic Director and Adviser, and the Chairman of the Jury, of what later became, and is still, the City of London International String Quartet Competition.

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And in Gstaad I took the idea and proposal from Menuhin, originally of an opera house inside a mountain, from Berlin, via Welwyn Garden City and London, back to Gstaad, to Markus Kappeler, and it has metamorphosed into “Les Arts Gstaad”.

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Peter Zander

C 14 June 2010

Thursday, 3 June 2010

ICH BIN WUERKLICH BERLINER

Leserbrief im aktuell

‘Informationen aus und ueber Berlin’

Juni 2010/ Nr 85

Als alter, und passionierter, Berliner, der immer Weihnachten, und manchmal auch Sommerwochen, in Berlin verbringt, entdeckte ich im Berlin Geschaeft, Unter den Linden, das Langenscheidt "LILLIPUT BERLINERISCH". Ich war ganz verwundert, fasziniert, das Berlinern ne legitime 'Sprache' ist! Und ich konnte die Ausdruecke, die Ausprache, in den Stimmen meiner Eltern hoeren, waren mir aus der Kindheit bekannt... (Ich kaufte am Ende so 20+ von den Liliput Buechlein, um meinen Freunden in Berlin Berlinerisch beizubringen!) Aus Nostalgie und aus Sprachinteresse - das kriegt man wenn man in 2 - 3 Sprachen lebt! - ging ich zu Dussmann, hoffte ein groesseres, all-umfassendes, ein 'Goliath', Langenscheidt Berlinerisches Woerterbuch zu finden, aber das gab es nicht. Ich fand aber fuenf weitere berlinerische Woerterbuecher, und unter denen war DER BERLINER JARGON von Jan Eik. Und da stellte sich etwas, fuer mich persoenlich, ganz Wesentliches heraus. Ich entdeckte, dass ich nicht Hochdeutsch spreche, sondern Berlinerisch! Mit 87 1/2 wurde mir bewiesen dass ich wuerklich (!) ein Berliner bin! Ich hatte schon laenger eine Frage, warum mein bester Freund in Berlin, Akademiker, Kaese mit 'ae' auspricht, was fuer mich pedantisch klingt, wie Theatersprache, und ich Kese sage. Und heute habe ich die Antwort! Mein Freund hat mich auch zurechtgewiesen, weil ich Savignyplatz falsch ausspreche, weil ich die zweite Silbe betone - meine Pension ist die Bleibtreustrasse runter - dass bei Herrn Savigny die erste Silbe betont wird. Und da steht in Jan Eiks Buch dass die Berliner Savignyplatz sagen. Wie ich. Und dann ertappte ich mich auch mit 'siemte', 'Kuerche', 'orntlich', 'ebm' - ich gehe nicht so weit dass ich ebent sage! - Und ich sage Balkong. und ich sage Sonnahmt. Und es stoert mich jedesmal wenn ich es sehe, oder hoere, dass man in Stadt Mitte faehrt, anstatt in die Stadt. Das WAR doch die Stadt Berlin, wie die City of London, und ich wohne in Westminster, westlich von der City, wie Charlottenburg. Als mein Grossvater an den Kurfuerstendamm zog, um 1900, hatte er auf der Visitenkarte einen Stadtplan, denn das war damals jwd... janz weit draussen... Durch mein 'Studium' kommen mir Woerter in den Sinn, Ausdruecke, und ich weiss gar nicht ob sie existieren. Zwei derer: Vermaledeit. Drei Kaese hoch...

Das Leben ist voller Ironie, denn als ehemaliger Schauspieler, Regisseur, und Lehrer an Theaterschulen in meiner zweiten Heimat, spreche ich bestes Theater Englisch, und kein Cockney!!!

Peter Zander

Monday, 18 January 2010

LES ARTS GSTAAD: Offener Brief an die Architekten

EIN BEISPIEL FUER GSTAAD:

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DIE GENIAL-ULTRA-FLEXIBLE BUEHNE DER ROYAL FESTIVAL HALL

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Ich moechte Sie ueber die neue Buehne in der Royal Festival Hall, London, informieren, weil das eventuell auch die Loesung fuer die Buehne des Konzertsaals von Les Arts Gstaad sein koennte die, waerend ihre Hauptfunktion kompromisslos dem Orchester dienen wird, auch viele andere Taetigkeiten beherbergen wird, Ballett, Oper, Theater, Konferenz. Und ich bin sicher, dass das Menuhin Festival, wenn der Saal mal steht, sein Programm erweitern wird, mit Oper, Tanz, und Theater, und dass andere Produzenten von dem Saal den verschiedensten Gebrauch machen werden.

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Ich hatte eine Besprechung in der Royal Festival Hall mit dem Technical Director of the Southbank Centre, Eddy Smith, der mir die neue Buehne zeigte, Teil der radikalen Erneuerung des ganzen Komplexes, bei der auch die Akustik des Saals von Larry Kierkegaard und Carl Giegold grundlegend geaendert und verbessert worden ist, sodass jetzt Kuenstler und Publikum begeistert sind. Eddy Smith fasste seine Einstellung zur Flexibilitaet der Buehne des Konzertsaals in einem Wort zusammen:

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Sie muesse stretchability haben, ein erfundenes Wort, ungefaehr Dehnbarkeit: Sie muesse also ausserordentlich flexibel sein. Und das ist ein Mann mit unglaublicher, einmaliger, Erfahrung: Die Festival Hall praesentiert seit ueber 50 Jahren die verschiedensten Programme, z B jeden Sommer die lange Ballett Saison, und die neue Buehne ist fuer diese Bedingungen jetzt nach Mass angefertigt worden.

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Sie besteht aus 11 fahrbaren Elementen. Eddy Smith haette gerne ein fahrbares Element mehr gehabt, fuer die Blaeser, die er jetzt auf Podesten unterbringen muss... Fuer die Ballett Saison, zum Beispiel, wird die ganze Buehne hydraulisch einen Meter hochgefahren, und die Buehne hydraulisch einen Meter nach vorne erweitert; die ersten 5 Reihen Plaetze werden entfernt, um so einen Orchestergraben zu formen. Die Chorsitze hinter der Buehne werden hydraulisch weggefahren, um eine ebene Flaeche fuer dramatische und Tanzveranstaltungen zur Verfuegung zu haben. Es war unmoeglich in dem 1951 gebauten Haus den Orchestergraben nach unten auszubauen, da das die Decke des Chlore Saals ist, Teil des Foyers. Wie ich es verstehe soll ja unter dem Gstaader Konzertsaal der Omnibusbahnhof sein, sodass auch hier man nicht den Orchestergraben nach unten ausbauen kann.

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Mit der hoeheren Buehne hat man klare Sicht auf die Fuesse der Taenzer, ohne dass das Orchester und seine Instrumente, oder die Koepfe des Publikums vor einem, im Wege sind. Brecht hat ja besondere Lampen in seinem Theater angebracht, um die Fuesse der Schauspieler zu beleuchteten...

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Mein Besuch in der Royal Festival Hall, und meine Besprechung mit dem Technical Director, hat mir eindeutig bewiesen, dass der Konzertsaal von Les Arts Gstaad von Anfang an eine Buehne planen muss, die diese 'Dehnbarkeit' hat. Umsomehr, als Gstaad und das Saanenland, im Gegensatz zu der Grossstadt, doch nur den einen grossen, nach Mass gearbeiteten, Raum fuer Vorstellungen aller Art zur Verfuegung haben wird.

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Ich wuerde den Architekten raten, mal kurz nach London zu kommen, und sich die Buehne in der jetzigen Royal Festival Hall anschauen.

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Eddy Smith

Technical Director

Southbank Centre

Belvedere Road

London SE1 8XX

00 44 (0) 20 7921 0766

M: 00 44 (0) 7931 730005

eddy.smith@southbankcentre.co.uk

www.soutbankcentre.co.uk

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Die Firma, die die neue Buehne eingebaut hat, ist:

DELSTAR ENGINEERING LTD

Homefield Road
Haverhill
Suffolk
England
CB9 8QP

Tel: +44 (0)1440 762518
Fax:+44 (0)1440 703820

E-Mail: general@delstar.co.uk

Registered Office as above. Registered in England No.1345698
VAT No. 299 8387 68
ABTT Gold Member Industry Supporters Group

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Die Architekten verantwortlich fuer die Erneuering der Royal Festival Hall sind:

Allies & Morrison

85 Southwark St
London, SE1 0HX

00 44 20 7921 0100

Fax: 00 44 7921 0101

info@alliesandmorrison.co.uk

www.alliesandmorrison.co.uk